Scania bietet Kühlfahrzeuge jetzt »ready built« an. Das soll Zeit sparen und den Auslieferungsprozess für das fertig aufgebaute Kühlfahrzeug beschleunigen. Von der Fahrzeugbestellung bis zur Auslieferung haben Kunden damit nur einen einzigen Ansprechpartner.

Scania bietet Kühlfahrzeuge jetzt »ready built« an.
Scania Deutschland bietet seit neuestem fertig aufgebaute Kühlfahrzeuge für den städtischen und regionalen Einsatz an. Mit dem neuen Angebot wird das Scania Fahrgestell mit einem Kühlaufbau des Systempartners Schmitz Cargobull kombiniert und bietet inklusive der dazugehörigen Dienstleistungen alles aus einer Hand, so der schwedische Fahrzeugbauer. »Unsere neue Produktofferte ,Scania Kühlfahrzeuge Ready Built‘ zielt auf den städtischen und regionalen Verteilerverkehr ab«, erklärt Peter Hornig, Geschäftsführer Scania Deutschland Österreich. »Mit dem neuen Fahrzeugkonzept für temperaturgeführte Transporte sind wir unseren Kunden der Partner, um den vielfältigen Anforderungen an Kühltransporte gerecht zu werden. Dazu haben wir eine Basisspezifikation entwickelt, die Spielraum für Individualisierungen von Fahrzeug und Aufbau ermöglicht.«
Schnellerer Auslieferungsprozess
»Hat unser Kunde zusammen mit Scania sein Fahrzeug inklusive Aufbau zusammengestellt, übernehmen wir die Abstimmung zwischen Partnern, Logistik und Produktion«, beschreibt Thiemo Freyer, Produktmanager Urban Trucks, Scania Deutschland Österreich, das neue Ready Built-Angebot. »Dies spart Zeit und beschleunigt den Auslieferungsprozess für das fertig aufgebaute Kühlfahrzeug. Zudem hat unser Kunde mit uns stets nur einen Ansprechpartner, der ihn von der Fahrzeugbestellung bis zur Auslieferung betreut. >Alles aus seiner Hand<, das ist eine der Stärken des Ready Built-Konzepts für Scania Kühlfahrzeuge«, so Freyer.
Kühlfahrzeuge für den städtischen Verteilerverkehr
Das Kühlfahrzeug für den städtischen Verteilerverkehr basiert auf einem Fahrgestell der Scania P-Baureihe. Der für den Solobetrieb vorgesehene Zweiachser wartet ab Werk mit dem mittellangen Verteilerverkehrsfahrerhaus CP17N und einem für den urbanen Einsatz optimierten Antriebstrang auf, der auch mit dem kraftstoffsparenden Scania Sieben-Liter-Motor geordert werden kann.
Das Fahrgestell lässt sich mit einer Vollluftfederung oder einer Kombination aus Blattfederung und Luftfederung bestellen. Zur Konfiguration von Motor, Antriebsstrang und Ausstattung steht den Kunden bei der P-Baureihe das gesamte Produktportfolio zur Verfügung – und damit alle Vorteile des Scania Modulsystems.
Den Aufbau der Kühlkoffer übernimmt Schmitz Cargobull. In der City-Anwendung kommt das Modell MKO FP45 zum Einsatz. Der Koffer ist mit Airline-Sicherungssystemen sowie einer Rückfahrkamera ausgestattet und kann optional mit einer Längstrennwand bestellt werden. Das Ladevolumen des Ferroplast-Kühlkoffers ermöglicht mit 7400 Millimeter Innenlänge und 2300 Millimeter Innenhöhe eine Ladung bis zu 18 Paletten. Die Kühlung des Laderaums übernehmen wahlweise Unterflur-Aggregate der Baureihe Supra 1150U MT von Carrier Transicold oder der UT 800 von Thermo King.
Die Ladebordwand von Bär Cargolift, das Standardmodell BC 2000 S4, schließt das Heck vertikal ab und ist mit seinen drei Stellplätzen für zwei Tonnen Hublast ausgelegt.
Scania R-Baureihe für den regionalen Verteilerverkehr
Im regionalen Kühltransport, der in der Regel eine höhere Tageslaufleistung der Fahrzeuge erfordert, kommt die Scania R-Baureihe mit dem geräumigen Fernverkehrsfahrerhaus CR20N zum Einsatz. Der Dreiachser verfügt über eine Anhängerkupplung, die den Betrieb als Gliederzug erlaubt.
Auch das Fahrgestell der R-Baureihe lässt sich mit einer Vollluftfederung oder einer Kombination aus Blattfederung und Luftfederung bestellen. Zur Konfiguration von Motor, Antriebsstrang und Ausstattung steht den Kunden ebenfalls das gesamte modulare Scania Baukastensystem zur Verfügung.
In der Ready Built-Version für den regionalen Verteilerverkehr findet als Kühlkoffer das Modell MKO FP60 von Schmitz Cargobull Verwendung. Auch dieser verfügt mit 7350 Millimeter Innenlänge und 2500 Millimeter Innenhöhe über ein Ladevolumen von bis zu 18 Paletten und kann optional mit Airline-Sicherungssystemen sowie einer Rückfahrkamera bestellt werden. Die Kühlung des Laderaums erfolgt, so wie bei der City-Variante, wahlweise mit Unterflur-Aggregaten der Baureihe Supra 850U von Carrier Transicold oder dem UT 1200 System E von Thermo King. Der Kühlkoffer für den regionalen Einsatz verfügt über zwei Türen und eine unterfahrbare Ladebordwand (BC 2000 R42), die für zwei Tonnen Hublast ausgelegt ist.
Dienstleistungen rund um das Kühlfahrzeug
»Der Service für den Kunden setzt sich nach der Auslieferung seines Fahrzeugs nahtlos fort. Auch für die Dienstleistungen gilt für Scania die Maxime, alle Leistungen aus einer Hand zu bieten«, bekräftigt Freyer. Folglich bietet Scania Deutschland für die Ready Built-Kühlfahrzeuglösungen auch umfassende Dienstleistungen an. Dazu zählen sowohl ein Reparatur- und Wartungsvertrag (R&W-Vertrag) als auch Finanzierung und Versicherung. In allen Fällen beziehen sich die Angebote auf das Fahrzeug und den Aufbau.
Auch die Scania Werkstatt fügt sich mit ihren Dienstleistungen ins Bild. Im Sinne der Scania Vehicle Related Services (VRS) übernimmt sie die Wartung und Reparatur für das gesamte Kühlfahrzeug. Der Service gilt demnach auch für Aufbau, Kühlgerät und Ladebordwand.◂
Mehr als eine Warnweste: Scanias C-me.
Smarte Weste
Die Scania C-me Weste ist eine Weste, die direkt mit dem Scania Fleet Management System vernetzt ist. Sie soll für den Fahrer zusätzliche Sicherheit bieten. Sie ist ausgestattet mit einer Kommunikationseinheit für die automatische Beleuchtungssteuerung- sowie einer Unfall-/Warnmeldungsfunktion mit Positionsbestimmung. Wenn der Fahrer außerhalb seines LKW stürzt und sich nicht mehr bewegt, setzt der Scania C-me Sensor einen Hilferuf ab. »Die Scania C-me Weste verfügt über intelligente und vernetzte Funktionen, erhöht die Aufmerksamkeit durch eine bessere Sichtbarkeit, sorgt für eine höhere Sicherheit und optimiert somit das Schutzniveau des Fahrers«, so Peter Hellberg, Product Manager bei Vehicle Accessories, Scania. »Fahrer sind besonders gefährdet, wenn sie allein arbeiten. Wenn sie die Scania C-me Weste tragen, wird im Notfall sofort ein Notruf abgesetzt.« Die Funktionen der Scania C-me Weste werden über eine App gesteuert. Die Einstellungen für verschiedene Signal- und Beleuchtungsvarianten in Zusammenhang mit den Außenbedingungen sowie die Notrufnummer können nach den individuellen Präferenzen des Fahrers festgelegt werden. Die C me Weste kommuniziert über Bluetooth mit dem Mobiltelefon des Fahrers. Die App leitet den Notruf und die aktuelle Position des Fahrers an das Scania Fleet Management System oder eine voreingestellte Notrufnummer weiter. Die App ermöglicht auch die Anzeige von zusätzlichen Informationen wie die Ladezustandsanzeige der Batterie, das Verlassen des Fahrerhauses oder das Betreten sowie andere wichtige Daten.
Die Scania C-me Weste kann so eingestellt werden, dass die integrierte Beleuchtung automatisch aktiviert wird, wenn der Fahrer das Fahrerhaus im Dunkeln verlässt. Auch ohne Beleuchtungsfunktion erfüllt die Weste alle gesetzlichen Vorschriften für Schutzkleidung mit hoher Signalwirkung in Europa. Von der erhöhten Sichtbarkeit einmal abgesehen, verfügt die Scania C-me Weste über einen Sensor, der Inaktivität nach einer schnellen, unwillkürlichen Bewegung (wie einem Sturz) erkennt und einen Alarm auslöst. Darüber hinaus ist sie auch mit einer Notruftaste ausgestattet, die manuell betätigt werden kann. Die Scania C-me Weste soll Anfang 2019 verfügbar sein.