Während viele Lebensmittelunternehmen noch nach Wegen suchen, den Übergang von Einwegverpackungen zu Mehrwegsystemen zu meistern, hat der italienische Fresh-Cut-Spezialist Almeda diese Entscheidung von Beginn an getroffen. Gemeinsam mit Tosca hat das Unternehmen eine Lieferkette aufgebaut, die konsequent auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet ist.

Almeda setzt Toscas 6419-Mehrwegkunststoffkisten im Rahmen eines Pooling-Modells über den gesamten Logistikzyklus ein
In Fresh-Cut-Lieferketten gibt es keinen Spielraum für Fehler. Die Produkte sind verderblich, die Logistikzeitfenster eng und die Erwartungen des Einzelhandels sind hoch. Es ist ein Sektor, der Präzision belohnt und Ineffizienz bestraft. Zudem wächst die Branche schnell: Laut Grand View Research wurde der europäische Markt für verpackte Salate im Jahr 2023 auf 4,11 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 jährlich um 7,2 Prozent wachsen. Dies schafft erhebliche Chancen, verschärft aber gleichzeitig den Wettbewerbsdruck in der gesamten Branche. Hinzu kommt die bevorstehende EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Sie verschärft die Nachhaltigkeitsanforderungen für alle Lebensmittelverpackungen, und die Entscheidungen, die Betreiber heute in ihrer Lieferkette treffen, haben weitreichende Folgen für die Zukunft.
Almeda ist ein Spezialist für Fresh-Cut-Produkte (Convenience-Stufe IV), der auf mehr als 50 Jahre unternehmerische Erfahrung im italienischen Agrar- und Lebensmittelsektor zurückgreift. Das Unternehmen hat dies von Anfang an erkannt. Bei seiner Gründung traf Almeda eine Entscheidung, die in dieser Branche nach wie vor eher selten ist: Anstatt mit herkömmlichen Verpackungen zu beginnen und erst später umzustellen, wurde das gesamte Logistikmodell vom ersten Tag an auf Mehrwegtransportverpackungen ausgelegt. Der Partner, den das Unternehmen zur Umsetzung wählte, war Tosca.
Eine strategische Entscheidung von Beginn an
Die Entscheidung für die Partnerschaft mit Tosca war weder auf regulatorischen Druck noch auf eine Kostenkrise zurückzuführen. Ausschlaggebend war vielmehr die Servicequalität. In einem schnelllebigen Einzelhandelsumfeld, in dem Verpackungsmängel verdorbene Produkte, Lieferausfälle oder nicht regelkonforme Paletten im Verteilzentrum bedeuten können, benötigte Almeda einen Partner, dessen betriebliche Zuverlässigkeit dem eigenen Anspruch entsprach. Die enge Kundenbetreuung und das konstant hohe Serviceniveau des Anbieters wiederverwendbarer Kunststoffverpackungen mit Hauptsitz im US-amerikanischen Atlanta boten genau diese Sicherheit. »Die Servicequalität macht den Unterschied. Die Zuverlässigkeit von Tosca und die enge Kundenbetreuung ermöglichen es uns, uns vollkommen auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren, da wir darauf vertrauen können, dass unsere Logistikverpackungen effizient und nachhaltig verwaltet werden«, sagte Edoardo Leone, Eigentümer und CEO von Almeda.

Verfügbarkeit, Abholung und Rotation der Betriebsmittel werden von Tosca vollständig innerhalb des eigenen Pooling-Systems verwaltet.
Mehrwegsteigen in den gesamten Betrieb integriert
Heute setzt Almeda Toscas 6419-Mehrwegkunststoffkisten im Rahmen eines Pooling-Modells über den gesamten Logistikzyklus ein – von der Produktion und Lagerung bis hin zur Distribution und Belieferung des Einzelhandels. Für leistungsstarke Lieferketten entwickelt, vereint diese Kiste Langlebigkeit, hygienisches Design und präzise Maßhaltigkeit, um eine zuverlässig reibungslose Handhabung zu gewährleisten. Sie reduziert so Beschädigungen, Verzögerungen und Produktverluste. Die Seitenwände lassen sich mühelos und ohne Kraftaufwand falten, während die Active-Lock-Funktion die RPC (Reusable Plastic Crate) nach dem Zusammenbauen sicher arretiert.
Verfügbarkeit, Abholung und Rotation der Betriebsmittel werden von Tosca vollständig innerhalb des eigenen Pooling-Systems verwaltet. Jede Kunststoffkiste wird vor der erneuten Ausgabe nach strengen Standards gewaschen, was eine gleichbleibende Sauberkeit und Konformität in jedem Zyklus sicherstellen soll. Für Almeda bedeutet dies, dass die Verpackung kein Unsicherheitsfaktor mehr ist, um den man herumplanen muss, sondern ein kontrollierter und vorhersehbarer Teil des Betriebs. Die Komplexität und die Kosten, die normalerweise mit der Beschaffung, Lagerung und Entsorgung von Einwegmaterialien verbunden sind, entfallen schlichtweg. »Durch die Integration von Mehrwegverpackungen in ein verwaltetes Pooling-System nehmen wir Reibungsverluste aus den Abläufen unserer Kunden. Das Ergebnis ist eine höhere Effizienz, ein gleichmäßiger Produktfluss und eine zuverlässigere Lieferkette, die sowohl die Leistung als auch das Wachstum unterstützt«, erklärt Marco Mangano, Sales Manager Retail bei Tosca.
Effizienz und Nachhaltigkeit im selben System vereint
Die betrieblichen Vorteile des Modells sind im gesamten Unternehmen spürbar. Die Verpackungsströme sind konstant und vorhersehbar, da das System von Beginn an auf Wiederverwendung ausgelegt wurde. Ohne die logistischen Reibungsverluste, die typischerweise mit Einwegmaterialien einhergehen, wie etwa schwankende Verfügbarkeit, Abfallhandling und Entsorgungskosten, bleiben die Abläufe effizient und zuverlässig. Für das italienische Unternehmen, das hochverderbliche Produkte unter engen Lieferfristen des Einzelhandels umschlägt, ist diese Zuverlässigkeit kein bloßer Komfort, sondern eine wettbewerbsrelevante Notwendigkeit.

Almeda ist ein Spezialist für Fresh-Cut-Produkte mit Sitz in Catania auf Sizilien.
Im Hinblick auf Nachhaltigkeit sind die Auswirkungen eher praktischer als ideologischer Natur. Der Kreislauf der Mehrwegsteigen reduziert den Materialverbrauch und den Verpackungsmüll direkt. Dies geschieht nicht als Nebeneffekt, sondern ist ein strukturelles Merkmal des Modells. Für Almeda bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit keine reine Berichterstattung oder ein separates Programm darstellt, sondern ein fester Bestandteil der täglichen Lieferkettenprozesse ist.
Da die PPWR-Verordnung strengere Verpflichtungen für Verpackungen in der gesamten EU vorschreiben wird, entwickelt sich diese verankerte Kreislaufwirtschaft auch zu einem Wettbewerbs- und Compliance-Vorteil, sind beide Unternehmen überzeugt. »Der Ansatz von Almeda bietet ein überzeugendes Modell für die Branche. Durch das Bekenntnis zu Mehrwegverpackungen von Anfang an wurden sowohl Effizienz als auch Nachhaltigkeit in ein einziges Betriebsmodell integriert. Das ist der Wert einer echten Partnerschaft mit Tosca: Wir liefern nicht nur Verpackungen, sondern unterstützen unsere Kunden aktiv dabei, ihre Leistung zu optimieren, Komplexität zu reduzieren und langfristig sicher zu wachsen«, erklärte Gianpaolo Mezzanotte, Managing Director für Italien, Frankreich und Spanien bei Tosca. Sitz der deutschen Niederlassung des Unternehmens ist Bönen bei Hamm in Westfalen.
Eine langfristige angelegte Partnerschaft
Der Fresh-Cut-Sektor wird sich weiterentwickeln, geprägt durch eine steigende Anzahl an Artikeln (SKUs), schnellere Nachbevorratungszyklen und strengere Nachhaltigkeitsverpflichtungen, erwartet Tosca. Der Ansatz von Almeda positioniere das Unternehmen optimal für diese Zukunft. Die Partnerschaft mit Tosca ist nach Überzeugung der Beteiligten mehr als ein bloßer Verpackungsvertrag. Es handelt sich um eine gemeinsame operative Verpflichtung auf Basis von Servicequalität und gegenseitigem Vertrauen, die Almeda mit drei Worten beschreibt: zuverlässig, partnerschaftlich und effizient.
Für andere Akteure im Fresh-Cut- und Ready-to-Eat-Sektor, die den Übergang zu Mehrwegverpackungen noch abwägen, bietet die Geschichte von Almeda eine klare Lehre: Je früher das Bekenntnis zu Mehrwegverpackungen erfolgt, desto größer ist der betriebliche und ökologische Nutzen.
Zirkuläre Paletteninnovation
Tosca hat gemeinsam mit Cabka eine neue zirkuläre Palette entwickelt, die Mitte April eingeführt wurde. Die Circular Pallet CP 1208 soll modernen Lieferketten eine PPWR-konforme, automatisierungsfähige und zirkuläre Alternative zu Einwegverpackungen bieten. Sie wurde speziell für moderne, automatisierte und regelkonforme Lieferketten entwickelt. Ihre Euro-Standardabmessungen von 1200 mal 800 Millimeter sollen vollständige Kompatibilität und Integration mit Palettenhandhabungsgeräten für Euro-Größen gewährleisten. Abgerundete Kufenränder tragen außerdem dazu bei, Schäden beim Umgang mit Gabelstaplern zu minimieren, da sie im Vergleich zu herkömmlichen eckigen Kufen weniger Aufprallpunkte aufweisen.Die neue Circular Pallet CP 1208.
Die Palette wurde so entwickelt, dass sie nahtlos mit den wiederverwendbaren Kunststoffkisten von Tosca zusammenarbeitet. Integrierte Deckrillen fixieren die Kisten sicher an ihrem Platz, ohne dass Gurte erforderlich sind. Die Integration von RFID soll zudem die Rückverfolgbarkeit, das Asset-Management und die vollständige Transparenz entlang der gesamten Lieferkette verbessern. Laut Tosca ist die CP 1208 leicht zu reinigen, splitterfrei und nicht porös. Damit eignee sie sich ideal für FMCG-, Erzeuger- und Einzelhandelsumgebungen, in denen Hygiene, Produktschutz und Qualität entscheidend sind. Ihre Kunststoffkonstruktion besteht aus einer speziellen Mischung recycelter Kunststoffe und verfügt über integrierte Drainagelöcher, die Wasseransammlungen verhindern und die Feuchtigkeitsbindung reduzieren.








