Die G. Bianchi AG, einer der bekanntesten Feinkostlieferanten der Schweiz, hat eine Warenschleuse mit einer UVC-Lösung von Sterilair ausgerüstet. Das Ziel: Den Bodenbereich, über den täglich Personal und Fahrer verkehren, kontinuierlich zu entkeimen und so das Risiko einer Kreuzkontamination – etwa durch Listerien – zu minimieren.

Aufbau des Verifizierungs-Versuchs bei G. Bianchi.
Die G. Bianchi AG ist einer der bekanntesten Feinkostlieferanten der Schweiz und beliefert seit Jahrzehnten Gastronomie und Hotellerie mit frischem Fisch, Krustentieren, Fleisch und Feinkost. Die weißen Lieferwagen mit dem roten Krebs sind landesweit ein vertrautes Bild – und stehen für kompromisslose Frische. Besonders kritisch im täglichen Betrieb ist der Bereich, in dem die Fahrer von außen und Mitarbeiter aus der Kommissionierung zusammentreffen: der Warenausgang. Hier können durch Schuhe, Räder oder Partikel, Keime von außen eingetragen werden, welche durch Betriebsabläufe im schlimmsten Fall intern verschleppt werden. Frühere Versuche mit desinfektionsmittelgetränkten Matten waren nicht nur aufwendig und ineffektiv, sondern verursachten auch erhebliche Betriebskosten.
Im August 2025 wurde daher ein sogenanntes ETS-Modul von Sterilair an der Wand des Schleusenbereichs montiert. Das UVC-System entkeimt den feuchten Boden dort, wo Fahrer und Betriebspersonal passieren. Das Ziel: die kontinuierliche Dekontamination dieser Kontaktfläche – ohne Chemie, ohne Verbrauchsmaterial und ohne Eingriff in den Betriebsablauf. Das System ergänzt die tägliche Reinigung und soll für eine konstante Hygienesicherung sorgen.
Die Wirksamkeit der Installation wurde durch das Qualitätsmanagement der G. Bianchi AG in Zusammenarbeit mit Sterilair überprüft. Abklatschproben zeigten auf den bestrahlten Flächen nahezu keine Keimentwicklung, einzig in größerer Entfernung des Moduls waren noch vereinzelte Kolonien nachweisbar. Begleitende Berechnungen ergaben, dass für Listeria monocytogenes eine log 5-Reduktion innerhalb von rund 30 Minuten erreicht ist, für Escherichia coli bereits nach weniger als 2 Minuten. Damit wird die Keimlast im Durchgangsbereich nachweislich und dauerhaft reduziert. Ab einer log 5-Reduktion spricht man von hochgradiger Desinfektion, gemeint ist eine Reduktion der Keimzahl um den Faktor 105, was einer Keimabtötung von 99,999 Prozent entspricht.
Arbeitssicherheit gewährleistet
Durch die Platzierung des Geräts an der Wand und eine definierte Öffnung im Schutzrohr des Moduls entsteht ein Strahlungsfenster am Boden, ohne das Personal einer Gefahr auszusetzen. Eine Sicherheitsprüfung der Installation anhand der EU-Richtlinie 2006-25 EG zeigte, dass die maximale Verweildauer für Personal im entsprechenden Abschnitt nicht überschritten wird.
Nachhaltige Alternative
Im Gegensatz zu getränkten Matten oder Desinfektionsbädern arbeitet die UVC-Technologie mit einem rein physikalischen Wirkprinzip. Sie verwendet keine Chemikalien, erzeugt keine Rückstände und führt zu keiner Resistenzbildung, betont Sterilair. Die Anlage kann rund um die Uhr betrieben werden, erfordert lediglich einen Röhrenwechsel in Intervallen länger als ein Jahr und lässt sich nach Angaben des Anbieters problemlos in bestehende Prozesse integrieren. So entstehe mit minimalem Aufwand ein wirksamer Zusatzschutz – eine nachhaltige Investition in Hygiene, Qualität und Lebensmittelsicherheit.

Ein einzelnes Sterilair-Modul sorgt für geringere Keimbelastung im Übergangsbereich.








