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Seetransport [23. Nov 2009]
Cargofresh stellt Insolvenzantrag
Die Cargofresh AG und ihre Tochtergesellschaft Cargofresh Engineering GmbH in Ahrensburg bei Hamburg haben am 12. November Insolvenzanträge beim Amtsgericht Reinbek gestellt.
Betroffen von der Insolvenz sind etwa 100 Mitarbeiter an zwei Standorten in Schleswig-Holstein. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Steffen Koch, Hamburg, bestellt. Beide Gesellschaften werden vollumfänglich fortgeführt. Die mittelständischen Unternehmen Cargofresh AG und Cargofresh Engineering GmbH vermarkten Energiesysteme (Schaltanlagen, Mittelspannungsanlagen) und Anlagen für die Controlled-Atmosphere-Technik für Seecontainer. Hauptkunden für diese Technik sind Reedereien und somit eine Branche, die besonders stark von den negativen Auswirkungen des Krisenjahres 2009 betroffen ist. „Aufträge, mit denen wir fest gerechnet hatten, wurden von den Kunden verschoben, offenbar wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise“, erläutert der bisherige Cargofresh-Vorstand Peter W. Wich. „Die Perspektiven für die Zukunft sind aber weiterhin für beide Bereiche sehr gut.“ Eigentlicher Anlass für die Insolvenzanmeldung sei nach Auffassung des Vorstands Wich, dass die Hauptaktionärin Ponaxis AG, eine Beteiligungsgesellschaft in Hamburg, der Cargofresh AG einen benötigten Überbrückungskredit nicht geben wollte, obwohl die Cargofresh AG ausreichende Sicherheiten geboten habe. Nach seinem ersten Eindruck seien die Voraussetzungen für eine Weiterführung der beiden Geschäftsbereiche in eigenständigen GmbHs gut, so Rechtsanwalt Dr. Koch, der auf eine hohe Erfolgsquote bei Unternehmens-turn-arounds verweist.
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